Transference Focused Psychotherapy Institut M6uuml;nchen
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Programm 2006-2010 des Transference Focused Psychotherapy Institut M6uuml;nchen
Aktuelle Termine:
F10 - Zehnter Termin der TFP-Fortbildung beginnt
am 25. September 2010

Forschung

Forschung
Studien zur psychodynamischen Psychotherapie bei
Borderline-Persönlichkeitsstörungen


Die bisherige Datenlage zur Behandlung von BorderlinePersönlichkeitsstörungen bestätigt, dass die psychodynamischen
Verfahren in mehreren Studien überprüft wurden und ihre
Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Neuere Metaanalysen unter Berücksichtigung psychodynamischer Ansätze liegen von Perry et al. (1999) sowie Leichsenring und Leibing (2003a, 2003b) vor.

Es lässt sich eine bestimmte Hierarchie der klinischen Evidenz feststellen, die von randomisierten kontrollierten Studien (Meares et al., 1999; Stevenson und Meares, 1992; Stevenson und Meares, 1999; Bateman und Fonagy, 1999, 2001, 2003) über nichtrandomisierte Studien mit Kontroll-Gruppe zu Prä-Post-Studien und klinischen Studien reicht.

Schon im Vorfeld der Entwicklung des TFP-Manuals wurden zahlreiche empirische, zum Teil durch das National Institute of Mental Health (NIMH) geförderte Vorstudien durchgeführt, insbesondere zur Klassifikation und zur Entwicklung und Reliabilität der verfahrensspezifischen Instrumente.

Die Entwicklung des Manuals “Psychodynamic Psychotherapy of Borderline Personality” (JF Clarkin, OF Kernberg, F Yeomans, 1999) profitierte von den vielfältigen Erfahrungen und Studien des Cornell Psychotherapy Program. Die Ergebnisse einer vom NIMH geförderten „Treatment Development Study” wurden in der Arbeit: „The Development of a Psychodynamic Treatment for Patients with Borderline Personality Disorder: A Preliminary Study of Behavioral Change“ (Clarkin et al., 2001) im Journal of Personality Disorders
veröffentlicht.

Weiterhin wurde eine erste Vergleichstudie gegen Treatment as Usual von  (Levy et al., im Druck, im Review) durchgeführt.

Im deutschsprachigen Raum wird eine randomisierte Vergleichsstudie TFP vs TAU in den Zentren München und Wien und Innsbruck durchgeführt. Neue Ergebnisse sind von einer jetzt in der Auswertung befindlichen randomisierten kontrollierten ambulanten Therapiestudie (RCT) bei Borderline-Patienten zu erwarten, die u.a. von der „Borderline Personality Disorder Research Foundation“ gefördert wurde und in der die psychodynamische Psychotherapie (TFP) verglichen wird mit Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT) und Supportiver Therapie.

Das Studiendesign, die Methodik und die Charakteristik der Patientenstichprobe wurden im Journal of Personality Disorders (Clarkin et al., 2004) veröffentlicht und über die Vorstudien und erste Ergebnisse wurde in Clarkin JF, Levy KN, Schiavi JM ( 2005) Transference focused Psychotherapy : Development of a psychodynamic  treatment for severe personality disorders . Clin Neurosci Res; 4:379-386   berichtet.


Transference-Focused Psychotherapy im Kontext anderer
Verfahren zur Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen


Psychodynamische, interpersonelle, kognitive und dialektischbehaviorale Behandlungsansätze scheinen nach den vorliegenden Befunden derzeit für Borderline-Patienten die Therapien der Wahl zu sein, wie Roth und Fonagy (1996) in einem Überblick zur Psychotherapieforschung bei Persönlichkeitsstörungen festgestellt haben. Die Autoren heben hervor, dass eine Manualisierung der Therapiekonzepte, ein gründliches Training in den verschiedenen Behandlungstechniken und -modalitäten und regelmäßige Supervision die Effektivität der Arbeit von Therapeuten eindeutig erhöht.

Über die Dialektisch-Behaviorale Therapie liegen Ergebnisse aus den Studien von Linehan (1987) und der Arbeitsgruppe von Linehan vor (1993, 1994) einschliesslich der Beschreibung eines Therapiemanuals (Linehan, 1993a, 1993b, 1996) sowie Studien aus der Arbeitsgruppe von Bohus (2000, 2001) und eine Beschreibung des DBT-Verfahrens für die Behandlung der Boderlinestörung (Bohus 2002).

Bateman und Fonagy haben im Gefolge ihrer Therapiestudie (1999, 2001) ein Therapiekonzept entwickelt, das sie zunächst in einer Arbeit über „The development of an attachment-based treatment program for borderline personality disorder“ (Batemann und Fonagy, 2003) im Bulletin of Menninger Clinic und später als Manual „Psychotherapy for Borderline Personality Disorder: Mentalization based treatment“ bei Oxford Press 2004 veröffentlichten.

In den letzten Jahren wurden Modifikationen psychoanalytischer Konzepte in Klinik und Forschung ausgearbeitet, die besonders auf die strukturellen Störungen von Patienten ausgerichtet sind (z.B. Rudolf und Horn, 2004).


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